Herrenmenschen – zweiter Versuch

Ein vereintes Europa, das kann sich die CSU (und Teile der CDU) nur unter Ihrem Befehl vorstellen: Die deutschen Herrenmenschen befehlen, alle anderen gehorchen.

Horst Seehofer, Ober-Herrenmensch, kann gar nicht verstehen, dass nicht alle HURRA schreien – auf einmal nicht mal mehr sein Sekundär-Herrenmensch, der Herr Kurz aus Wien. Bestimmt liegt daran, dass unsere Herrenmenschen-Kinder jetzt nur noch Margarine aufs Schulbrot bekommen, weil Butter und Wurst ihnen ja von den Asylanten vom Brot geklaut werden.

Seehofers „Kompromiss“ mit Merkel: Flüchtlinge, die schon mal irgendwo in der EU einen Asylantrag gestellt haben, erst mal ein paar Tage in Kurzzeit-KZs kommen und dann  in die Länder deportiert werden, in denen sie zuerst ihren Asylantrag gestellt haben.

Das dumme nur: Die Länder machen nicht mit. die meisten Flüchtlinge kamen über Österreich, nachdem sie in Italien einen Asylantrag gestellt haben. Oder auf dem Landweg, wen die Faschisten längst mit Stacheldraht dicht gemacht haben.

Ist ja auch logisch: Der kürzeste Seeweg nach Europa ist nach Griechenland, das zweite große Aufnahmeland, eben Italien.

Und nachdem die Faschisten in Osteuropa den Landweg mit Nato-Draht verrammelt hatten, gibt es nur noch einen Weg: Es im Schlauchboot nach Griechenland oder Italien zu schaffen, oder zu ertrinken.

Griechenland ist seit dem Faschisten-Pakt zwischen Erdogan und Merkel (Preis 3 Milliarden Euro) und der jahrelangen Ausplünderung durch Herrenmenschen-Banken auch schwierig geworden.

Bleibt also Italien.

Und jetzt haben die Herrenmenschen unter Seehofers Führung beschlossen, die Flüchtlinge zurück zu schicken.

Gott sei Dank wird das Ganze nicht so einfach klappen: Schon Transitländer die das bräunliche Österreich wollen nicht mitmachen – denn dann sind alle Flüchtlinge eben dort – denn Italien hat schon mitgeteilt, dass es sie nicht wieder einreisen lassen wird.

Die Europa-Träume des Emanuel Macron (bei aller Kritrik an seiner Wirtschaftspolitik) sind jetzt schon im Mülleimer  der Geschichte.

Und Seehofer/Merkel arbeiten mit Hochdruck daran, die EU mit Hilfe der Faschisten und Kriegstreiber in Osteuropa ganz zu zu zerstören.

Wenn sich die Völker nicht endlich wehren und sich gegen Rechts  zusammenschließen.

…und die Geschichte wiederholt sich doch

In Sachsen-Anhalt (merke: Osten!) hat die AfD laut Umfragen neun Prozent verloren – von 24 auf 15 Prozent.

1968 saß die NPD mit knapp 10 Prozent in fast alles westdeutschen Landtagen – weil es der CDU/CSU gelungen war, den Wähler eine Angst einzureden: Daß linke Studenten und Oberstufenschüler die Macht im Land übernehmen würden.

Nach einer Legislaturperiode war der Spuk vorbei. Es war uns gelungen, auf einer emotionalen Ebene klar zu machen, das ein Kreuz bei Rechtsredikalen unanständig war, ist, und immer sein wird.

Ich wage jetzt mal eine Prognose – Die Geschichte wiederholt sich: Nach der laufenden, spätestens der nächsten Legislaturperiode ist die AfD Geschichte, fliegt aus den Parlamenten und Storch und Gauland (wenn der so ein biblisches Alter erreicht, aber Rechtsradikale und Altnazis sind ja oft sehr langlebig, sonst gäbe es ja nicht heute noch Nazi-Prozesse gegen 90-jährige) werden Komik-Figuren:

Storch nimmt sich einen ihrer teuren persischen Läufer, bestellt bei Amazon einen Kompass, kniet auf dem Teppich nieder und neigt ihr Haupt gen Mekka – heimlich natürlich.

Fragt sich nur, wer es zuerst merkt: Ein Fotograf des Postillion oder der BILD-Zeitung – oder (das ist ein Traum) aufschreiber.com…

Bundesverdienstkreuz für Jutta Cordt

Der politisch charakterlose, menschenfeindliche Seehofer hat die Chefin des Bundesamtes für Migranten und Flüchtlinge, Jutta Cordt, gefeuert wegen der Menschlichkeit des Bamf in Bremen, das 1200 Geflüchteten eine sichere Zuflucht gewährt hat. Er konnte das tun, weil dieser Verächter der Menschlichkeit als (Noch-) Bundesinnenminister fast jede ausländerfeindliche, rechtspopulistische Aktion durchführen kann. Er konnte das tun, weil die angstzerfressene Kanzlerin Angela Merkel, die laut Grundgesetz die Richtlinien der Politik bestimmt, ihn nicht daran gehindert hat. Damit hat sie sich zur Komplizin des Menschenfeindes gemacht.

Stattdessen hätten beide Jutta Cordt und das Bamf-Bremen dem Bundespräsidenten für das Bundesverdienstkreuz am Bande vorschlagen müssen – für beispielhafte Menschlichkeit.

Die letzten mutigen und anständigen Menschen im Führungspersonal der CDU: Armin Laschet, der zum rheinisch-katholischen Sozialflügel seiner Partei gehört, Daniel Günther, Ministerpräsident in Schleswig-Holstein und Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, die ihr Amt als Ministerpräsidentin des Saarlandes opferte, um sich dem rechten Unionsflügel in den Weg zu stellen. Und Volker Bouffier, hessischer Ministerpräsident, der sich – obwohl auch dort in diesem Jahr Landtagswahlen sind – als überzeugter Europäer gegen die CSU stellte.

…und den sein Landesparteitag anschließend mit 98,5% als Vorsitzenden wiederwählte.

 

Rote Karte für Seehofer

Es ist doch eigentlich alles ganz einfach: Merkel bittet den Bundespräsidenten gem. §64GG und §9 Bundesministergesetz, den Bundesinnenminister zu entlassen. Dann kracht die GroKo und Merkel stellt im Bundestag die Vertrauensfrage – die sie mit den Stimmen von CDU, SPD und Grünen gewinnt, die gemeinsam eine neue Regierung bilden.

…nicht meine Traumregierung, aber immerhin eine Problemlösung ohne Neuwahlen, bei der die AfD noch stärker werden könnte – und ohne CSU.

Wie dumm darf ein Fußballtrainer sein?

Mesut Özil, deutscher Staatsbürger mit türkirschem Migrationshintergrund, posiert in der Türkei für ein Wahlkampfplakat mit dem Faschisten Erdogan.

Der deutsche Fußball-Bundestrainer Joachim Löw nominiert diesen politischen Dummbatz für die deutsche Nationalmannschaft.

Was hat denn auch Fußball mit Politik zu tun? Erinnert ihr euch noch an die Fahnen an Balkons, Autos und in Schrebergärten zu Zeiten der Welt-und Europameisterschaft?

So dumm darf ein Fußballtrainer nicht sein. Raus mit Özil aus der Nationalmannschaft (nicht wegen seiner türkischen Wurzeln, es ist mit herzlich egal woher Eltern oder Großeltern stammen, sondern weil er Wahlkampf für den Faschisten Erdogan macht.

Fristlose Kündigung für Löw und all seine Komplizen im DFB, weil der Bundestrainer eines demokratischen Landes keinen Faschistenknecht nominieren darf. Und dazu gleich weg mit allen, die dieses böse Spiel mit gespielt haben.

Jetzt werden wir alle reich

Da soll nochmal jemand sagen, Olaf Scholz wäre kein herzensguter, sozialer Mensch.

Jetzt macht der Sozialdemokrat richtig ernst. Wir bekommen alle was ab von den Milliarden, die in diesem Land herumschwirren: 4 – 11 Euro pro Nase. Versteht sich, wenn man die SPD kennt, die Leute mit 2000 Euro im Monat die vier Euro. Und die, die mehr verdienen, dann irgendwann die elf Euro.

Toll, die ganz armen können sich dann ’ne Tiefkühlpizza leisten, die anderen können sich beim Lieferdienst eine  bestellen (’ne kleine).

…und da ist sie, die Umverteilung. Soll ja jeder was haben von der florierenden Wirtschaft.

Und was, wenn unser Olaf es sich anders überlegt (wegen den schwarzen Null, oder so?) Dann war’s der Trump…

Olaf, der Bettler

Der deutsche Finanzminister ruft seinen US-Kollegen an und bettelt und Ausnahmen bei US-Sanktionen gegen Iran.

Er macht sich zum Bettler und gleichzeitig zum Verräter an der gemeinsamen, europäischen Politik.

Olaf Scholz war schon als Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg eine überforderte Fehlbesetzung.

Jetzt ist er eine wandelnde Peinlichkeit für Deutschland und Europa. Diese politische Nullnummer soll ein Partner für Emmanuel Macron sein? Da lacht die ganze Welt.

Werfen Sie diesen Kerl aus der Regierung, Frau Merkel. Überreichen dieser politischen Peinlichkeit seine Entlassungsurkunde, Herr Steinmeier.

Lieber Neuwahlen mit ungewissem Ausgang als eine Regierung, über die die ganze Welt lacht…

Post Scriptum: Nein, der Aufschreiber ist kein unkritischer Claqueur der neoliberalen Politik des Emmanuel Macron. aufschreiber.com steht auf der Seite des französischen Volkes, das in Paris wieder die Barrikaden anzündet wie einst beim Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 und den Sturm der Freiheit in Europa entfachte.

 

 

Die Selbstverteidigung des Olaf Scholz

Es herrscht Aufregung in Deutschland. Olaf Scholz, nunmehr Bundesminister der Finanzen, verteidigt die „schwarze Null“.

Dabei macht der Mann doch gar nichts Böses: Scholz, die als Sozialdemokrat verkleidete schwarze Null, verteidigt die schwarze Null – ergo sich selbst. Das muss doch noch erlaubt sein.

Ganz nebenbei: Es konnte doch jeder wissen, dass da eine SPD-Gruppe den Rechtsruck durchzieht, den Angela Merkel in der CDU nicht hinkriegt.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ist im Vergleich zu Nahles/Scholz doch ein gefährlicher, linksradikaler Chaot. Und dann noch dieser Norbert Blüm – da graut es doch jedem richtigen Scholz, äh, Sozialdemokraten, auch Schröderianer genannt.

Und der Ministerpräsident Söder aus Bayern wird gerade von allen verhauen, bloß weil er Jesus nochmal annageln will. Mein Gott, was soll das, der Mann ist seit über 2000 Jahren tot.

Deshalb hat der der Oberevangele Bedford-Strom auch erst gemerkt, wie man sich richtig über einen CSU-Lackel aufzuregen hat, nachdem Oberkathole Kardinal Marx es ihm vorgemacht hat. Danke, Herr Marx.

Ich finde, bundesweit sollten auf jedem Behördentresen ein Kreuz, ein Davidstern, ein muslimischer Halbmond, ein Buddha, eine Voodoo-Puppe samt Nadeln und alle übrigen Religionssymbole aufgestellt werden. Zur Gestaltung bin ich für die Ausschreibung eines internationalen Künstlerwettbewerbs – und bezahlen soll den ganzen Zirkus die schwarze Null, Olaf Scholz.

Lied der Flüchtlinge

Die ersten Menschen lebten in Afrika.

Die Naturwissenschaften von der Astronomie bis zur Medizin kamen aus Arabien ins unterentwickelte Europa.

Der einzige Bereich, in dem Europa führend wurde, war die Produktion von Waffen.

Mit diesen Waffen meuchelten Sie die Ureinwohner Süd- und Nordamerikas.

Und mit diesen Waffen machten sie aus der Ersten Welt die Dritte Welt.

Jetzt heulen sie auf, über eine lächerliche Zahl von Flüchtlingen – weit weniger, als sie zu Knechten und Sklaven machten – und immer noch machen.

Der Tag ist nicht fern, bis die nächste große Völkerwanderung den Menschen hier bei uns klar machen wird, was die hemmungslose, jahrhundertelange Ausbeutung der „Dritten Welt“ bedeuten kann.

Ich habe Brechts Fassung des Liedes der Kommunarden für die Flüchtlinge umgeschrieben (nein, ich will mich nicht mit Bertolt Brecht vergleichen, aber besser konnte ich es halt nicht):

Lied der Flüchtlinge

In Erwägung unserer Schwäche, machte unserer
Land euch reich, so dass wir hungern solln.

Jetzt kommen wir in euer Land,
in Erwägung, dass wir nicht mehr hungern wolln.

In Erwägung, dass ihr uns dann eben,
mit Gewehren, Bomben und Kanonen droht,
haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.

In Erwägung, ihr gebt uns nur schlechte Schiffe,
damit wir im Mittelmeer ertrinken solln.
Wer überlebt, wird nie vergessen,
dass ihr nicht wolltet, dass wir alle essen solln.

In Erwägung, dass ihr uns dann eben,
in Lager sperrt und mit Stacheldraht bedroht,
haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
mehr zu fürchten als den Tod.

In Erwägung, dass ihr Zäune baut,
und Waffen nutzt, die uns noch stoppen solln,
Haben wir beschlossen, eure Zäune einzureißen,
und 
das Essen uns zu holen, das wir wolln.

In Erwägung, dass ihr uns zurück
in Leid und Hunger schicken wollt,

haben wir beschlossen, euch dort hin zu schicken
weil ihr Leiden, Bomben, Hunger sicher mal erleben wollt.

Idee: Bertolt Brecht, Lied der Kommunarden
Aktualisierte Fassung, Lied der Flüchtlinge: Karl-Heinz Twele

Wer hat uns verraten – Gewerkschaften und Sozialdemokraten

2014 war ich nach einem Unfall vier Wochen im Krankenhaus. In so einer langen Zeit kommt man auch mit dem Pflegepersonal ins Gespräch. Einhellige Kritik: Zu wenig Personal und zu wenig Geld.

Ich sprach mit zwei Krankenschwestern über Streik und Gewerkschaft. Das Ergebnis war ernüchternd. Der Tenor: Es ist doch hier nur jede/r Dritte in der Gewerkschaft – und bei den Tarifverhandlungen kommen doch immer nur lächerliche Beträge heraus.

Ver.di-Chef Bsirske  bekam heute das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro (nicht einmal, sondern auf Dauer), das war die Forderung. Das wären in drei Jahren 18 Prozent und mindestens 200 Euro im Monat, also in drei Jahren 7200 Euro gewesen.

Das worüber der ver.di-Chef und Arbeiterverräter Frank Bsirske nun so grinst und als Erfolg verkauft: Rund 7,5 Prozent verteilt auf drei Jahre anstelle der 6 Prozent, die einmal vereinbart ab sofort jeden Monat fällig wären. Und nun? Für diejenigen, die besonders schlecht bezahlt werden, einmal 250 Euro und dann wieder den Hungerlohn. Und nicht, wie gefordert, 200 Euro mehr im Monat, für immer, jeden Monat.

ver.di hat seine Mitglieder wieder belogen und betrogen. Und ganz vorneweg SPD-Mann und Gewerkschaftsboss Frank Bsirske.