Archiv für den Monat: Februar 2018

Am Ende steht immer das Lager

Am Anfang haben die Nazis in Hitler-Deutschland so getan, als wollten die Juden „nur“ aus Deutschland vertreiben –  dazu gehörte neben vielen anderen Repressalien auch, dass jüdische Kinder nicht mehr auf eine „deutsche“ Schule gehen durften.Und da im Gegensatz zur Nazi-Propaganda keineswegs alle Juden reich waren, konnten die meisten auch nicht einfach auswandern. Viele konnten sich auch gar nicht vorstellen, dass aus dem Land der Dichter und Denker plötzlich das Land der Richter und Henker werden könnte. Aber am Ende stand das Lager.

Das ausländerfeindliche und islamophobe Kaczinski-Regime in Polen, will Flüchtlingskindern nicht mehr erlauben, polnische Schulen zu besuchen. Sie sollen nur noch in ihren Lagern unterrichtet werden.

In Polen wird bestraft, wer von polnischen KZs spricht und die Polen im Ausland wurden von dem braunen Pack, das ihr Land regiert, aufgefordert, Spitzeldienste zu leisten und den Konsulaten zu melden, wer im Ausland schlecht über Polen redet. Die Nazis haben sogar Kinder verführt, ihre Eltern zu denunzieren.

Um es mit den Worten des Dichters Hoffmann von Fallersleben zu sagen: Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant.

Es gibt in Polen keine Vernichtungslager, die mit denen der deutschen Nazis vergleichbar sind. Was in Polen passiert, ist noch nicht mit dem Nazi-Regime zu vergleichen. Aber  mit der Abschaffung der Meinungs- und Pressefreiheit und der Unabhängigkeit der Justiz, der Ausländerfeindlichkeit  und dem Schulverbot für Flüchtlingskinder hat sich das Land bereits aus dem Kreis der zivilisierten Länder verabschiedet.

Ich habe selbst dreimal Urlaub an der polnischen Ostseeküste gemacht. Ich werde es nicht mehr tun, bis das polnische Volk endlich aufsteht und die Klerikalfaschistenzum Teufel jagt, die von katholischen Geistlichen unterstützt werden, die sich nicht darum scheren, was Papst Franziskus dazu sagt.

Und die Europäische Kommission und der Europäische Rat müssen jetzt Konsequenz zeigen: Keinen Euro mehr für ein solches Polen.

Essener Tafel, Teil II: Rassismus pur – Jörg Sartor, der Höcke es Ruhrgebiets

Rassismus pur gibt der Vorsitzende der Essener Tafel von sich: „Unter den Syrern und Russlanddeutschen gebe es „ein Nehmer-Gen“, so Sartor.“ Ist im Spiegel und vorab auf Spiegel online zu lesen.

Dieser Jörg Sartor ist der Vorsitzende der Essener Tafel und leidet offenbar unter Alleinherrschaftsfantasien. Er werde die Entscheidung erst zurücknehmen, wenn…

Und die Kritik verbittet er sich, weil er „schließlich 40 Stunden pro Woche ehrenamtlich“ arbeite.

Was für ein Gen ist wohl für das Verhalten des Jörg Sartor verantwortlich?

Doch sicher nicht das „Herrenmenschen-Gen“…

Essener Tafel macht sich zum AfD-Komplizen

Erinnert Ihr Euch noch? Nach der für rechte Propaganda missbrauchten legendären Sylvesternacht von Köln erfuhren wird, dass wegen der nordafrikanischen jungen Männern die blonde deutsche Frau sich nicht mehr auf die Strasse trauen würde.

Doch wie bei Trump ist offenkundig auch in Deutschland jeder Quatsch noch zu steigern: Jetzt macht sich die Essener Tafel zum Propaganda-Komplizen der Rechtspopulisten, indem sie keine Berechtigungsscheine für Lebensmittel mehr an Ausländer vergibt. Gemeint sind junge, männliche Geflüchtete. Und die Begründung: Weil es so viele sind, traue sich, nein, nicht die blonde deutsche Frau, sondern, noch schlimmer, die deutsche Oma nicht mehr zur Tafel.

Die gestiegenen Zahlen ausländischer Bedürftiger liegt inzwischen fast überall bei ungefähr 60 Prozent. Schlimm ist das aber nur für die Essener Tafel. Die Düsseldorfer oder Dortmunder Oma ist offenbar mutiger.

Hunger und Not sind für alle Menschen schlimm, egal woher sie kommen. Alle anderen Tafeln handhaben das entsprechend und bekennen sich zu den Menschenrechten.

Der Vorstand der Essener Tafel ist eine politische Schande für das ganze Land.

aufschreiber-Dokumentation: Nazi-Rechtsverständnis in Plasbergs Sendung

Bundesrichter a. D. Thomas Fischer bewertet in einem Beitrag für die Medienplattform „Media“ die letzte Plasberg-Sendung „Hart aber Fair“. aufschreiber.com dekomentiert diesen Betrag und empfiehlt – nicht nur Journalisten – dringend die Lektüre (Doppelklick auf das Bild):

Kenntnisfreie „Fakten-Checker“ bei „Hart aber fair“: Plasberg und Bild strapazieren das „gesunde Volksempfinden“

 

 

Dreimal den Unterricht stören – dann zieht der Lehrer den Colt…

Dass Donald John Trump nicht alle Tassen imSchrank hat, weiß die Welt schon länger. Dass ein solcher Mann eine Gefahr für den Weltfrieden ist, weiß auch jeder, der nicht blind, taub oder völlig verblödet ist.

Dass dieser US-Präsident, ein Büttel der Waffenlobby in den USA ist, die wesentlich seinen Wahlkampf mitfinanziert hat, weiß mittlerweile immerhin fast jeder.

Aber dass jeder Irrsinn noch gesteigert werden kann, daran haben Manche noch gezweifelt.

Donald J. Trump führt es vor: Nach dem Amoklauf in Florida, weil er nicht nur weiterhin jedem den Zugriff auf Schusswaffen ermöglichen, er will auch noch die Lehrer bewaffnen.

Donald J. Trump beweist erneut, dass er ein entschiedener Kämpfer gegen jede Art von Terror ist. Und wenn Schüler dauernd den Unterricht stören, das ist ja nun wirklich der blanke Terror, wie jeder Lehrer bestätigen wird…

…wenn sie bewaffnet sind, können US-Lehrer dem in Zukunft ein Ende machen – es sei denn, der Schüler zieht schneller…

Plasberg – ab in die Journalistenschule

 

Danke Herr Kollege Hans Hütt. Das Feature, das ich hier verlinke, ist das Beste, was ich seit Langem bei faz.net gelesen habe. Frank Schirrmacher wird auf Wolke sieben mindestens fröhlich gelächelt, womöglich gar applaudiert haben.

Ihr Text sollte zur Pflichtlektüre an allen Journalistenschulen gemacht werden.

Hier dokumentiere ich ihn für meine Leser und Freunde:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-hart-aber-fair-ein-fall-fuer-den-presserat-15458398.html

Scholz weg – ein Feiertag für Hamburg

Als Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg könnte ich jubeln vor Freude: Mit der GroKo verschwindet der politisch schreckliche Erste Bürgermeister Olaf Scholz, der immer kurzfristig erblindet, wenn seine Polizisten mit ihren Knüppeln auf linke Demonstranten einschlagen, die Wasserwerfer auf „go“ schalten und das Pfefferspray heraus holen. Auch wenn sie mit scharfen Waffen durch die Schanze ziehen, stört ihn das nicht – zumindest kritisiert er seine wackeren Polizisten nicht.

Ich grübele die ganze Zeit, woran mich das erinnert. Ich hatte in der Schule doch Geschichtsunterricht…Na ja, man vergisst ja so leicht.

Leider bedeutet „Verschwinden“ im Fall Scholz nicht, dass er beschlossen hat, Berater bei Donald Trump zu werden. Der Mann will nur zu Merkel – als Finanzminister. Was Olaf Scholz dafür qualifiziert? Ganz einfach: Er versteht davon genauso wenig wie sein Vorgänger Wolfgang Schäüble. Beide sind Juristen, lassen ihr Geld von Leuten verwalten, die das gelernt haben (was nicht bedeutet, dass nicht trotzdem etwas schiefgehen kann).

Schäuble hat das griechische Volk gequält mit seiner Austeritätspolitik, nachdem er und mit ihm die deutsche Bundesregierung Südeuropa zu einer Jugendarbeitslosigkeit von 50 Prozent verholfen hatten. Das ist halt die Art wie Christen sparen. In Deutschland mussten sie sich nicht mehr viel Mühe geben – da hatte bereits Schröder Millionen Menschen in die Armut gestürzt, da musste die GroKo einfach nur genauso weiter machen. Dass jedes 4. Kind in unseren Städten arm oder armutsgefährdet ist? Nun, wo gehobelt wird, das fallen halt Späne.

Und das ist unser Scholz, der das Ganze zusammen mit Schröder angefangen hat, ja genau der richtige Weitermacher…

Menschenversuche mit Giftgas sind ein Verbrechen – und Verbrecher gehören vor Gericht

Jeder weiß, dass man Forschungsergebnisse für verschiedene Zwecke nutzen kann. Albert Einstein hat zu spät gemerkt, welchen Geistes Flasche die (zu einem guten Teil deutschen) Wissenschaftler mit der Erfindung der Atombombe geöffnet hatten.

Seine Warnungen wurden nicht mehr gehört, weil der Besitz der ultimativen Waffe viel wichtiger erschien als moralische Bedenken.

Und die Nazis wussten bereits, wie giftig Autoabgase waren. Sie nutzten sie, um in ihren Augen „lebensunwertes Leben“ zu vernichten. Kurz gesagt: Sie vergasten Behinderte, indem sie Abgase in Lastwagen und Busse leiteten.

Was wird wohl mit den Ergebnissen der Menschenversuche der EUGT  an der Technischen Hochschule in Aachen passieren. EUGT heißt „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ und wird von VW, Mercedes und BMW und Bosch finanziert. Die Probanden waren natürlich Studenten, welcher Professor würde sich schon für ein paar Euro Giftgas aussetzen.

Der aufschreiber unterstellt ausdrücklich nicht, dass es bei diesen Versuchen um den Mord an Menschen ging. Es muss aber auch gesagt werden: Die Ergebnisse könnten für den Mord an Menschen eingesetzt werden. Und schon das macht diese Versuche zum Verbrechen.

Um zu erfahren, dass Auto- (Diesel-) Abgase giftig sind und zu schweren Atemwegserkrankungen führen, ist allgemein bekannt. Um darüber noch mehr zu erfahren, hätten die Aachener Professoren nur einen Betriebsausflug nach Peking machen müssen. Ihre chinesischen Kollegen hätten ihnen sicher erklärt, was die Deutschen angeblich noch nicht wussten.

Irgendein Professor hat aus  Versehen die Wahrheit gesagt: Die finanziell schlecht ausgestatteten Universitäten brauchen Sponsoren – und da macht man eben, was der Sponsor will.

Menschen? Mein Gott, es ist doch nichts passiert. Und wenn etwas passiert? Nun ein paar Kollateralschäden werden doch wohl kein Aufreger sein…