Heute sind wir alle Griechenland

aufschreiber.com gratuliert dem mutigen Volk der Griechen, dass es die Vasallen des neuen deutschen Herrschaftsanspruchs über Europa abgewählt hat.

Damit macht Griechenland allen Völkern Europas Mut, die sich nicht nach deutschem Vorbild in die Armut stoßen lassen wollen, wie die deutschen Regierungen seit Schröder es durch Rentenkürzungen und Hartz IV mit Millionen Menschen im eigenen Land vorexerziert haben, und wie sie es seitdem anderen Völkern aufzwingen wollen.

Jetzt schreien die Lautsprecher des Neo-Liberalismus auf.

Sie nennen Syriza, die Partei der Vereinigten Linken, „Linkspopulisten“, als sei es etwas Schlechtes, Politik für die Interessen des Volkes zu machen. Mit der selben Rhetorik wurde in Deutschland auch gegen den früheren Bundesfinanzinister, Ministerpräsidenten des Saarlandes, Vorsitzenden der SPD und der Linken Stimmung gemacht, als er sich gegen die Enteignung und Entrechtung von Millionen Menschen in Deutschland wandte.

Nun hassen sie die Griechen und ihren Ministerpräsident Alexis Tsipras, weil die nicht mehr am deutschen Wesen à la Merkel/Schröder genesen wollen, sondern mit ihrer Wahl entschieden haben, sich zu wehren.

Und der Neoliberalismus wird am Ende der Verlierer sein. Natürlich wird es den Schuldenschnitt geben. Jeder, der schon einmal irgendetwas von Wirtschaft gehört hat, weiß das. Und natürlich wird Griechenlands Beispiel anderen europäischen Völkern Mut machen, sich keinem Erpressungsversuch aus Berlin mehr zu unterwerfen.

Heute sind wir alle Griechenland. Und stehen für eine Erneuerung unseres europäischen Traumes. Für ein Europa in dem Liberté, Egalité und Fraternité nicht länger leere Worte sind.

Post Scriptum: Natürlich ist es ärgerlich, wenn sich Alexis Tsypris die zwei fehlenden Stimmen für die Vertrauensabstimmung im Parlament von rechtskonservativen Abgeordneten holen muss (es ist übrigens nicht die faschistische Partei „Morgenröte“). Aber Syriza ist mit 149 von 300 Parlamentssitzen stark genug, um die Regierung zu führen, ohne wesentliche Zugeständnisse machen zu müssen.

 

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