Spiegel Online – so geht die Abschaffung des Journalismus

Der griechische Finanzminister und Wirtschaftsprofessor Yannis Varoufakis hat dem  bekannten französischen Hochglanzmagazin Paris Match ein Interview gegeben.

Wie bei solchen Zeitschriften üblich, gehört dazu auch immer gerne eine Homestory mit bunten Bildern. Die jungen Genies bei Spiegel Online halten das Folgende für seriösen Journalismus:

Die Hochglanz-Homestory mitten in der Finanzkrise.

In seiner Athener Wohnung zeigt sich das Ehepaar Varoufakis in verschiedenen Outfits und Posen – er im eng geschnittenen T-Shirt am Klavier, am Esstisch mit Gattin Danae auf der Terrasse mit Blick auf die Akropolis.

Wahrscheinlich glauben diese journalistischen Kinder, dass nur einem deutschen Professor oder/und Minister eine ordentliche Wohnung zusteht. Und natürlich ist ein Unding, dass dieser Mann von der Terrasse aus die hoch über der Stadt liegende Akropolis sehen kann. Totaler Wahnsinn: Dieser Grieche hat sogar ein Klavier und sitzt mit einem engen T-Shirt davor. Aber es kommt noch schlimmer: Er  hat ein Buch in der Hand, das er selbst geschrieben hat, zitiert Spiegel Online eine griechische Oppositionszeitung und skandiert per Zitat gleich mit:“Ob er sich die Ausgabe auch selbst gewidmet hat?“

Und noch ein Spiegel Online-Skandal „mitten in der Finanzkrise“: Yannis Varoufakis frühstückt am Esstisch. Mit seiner Frau…

Nach der Abschaffung des Journalismus müssen wir eines Tages womöglich solchen Stuss überall lesen.

 

Ein Gedanke zu „Spiegel Online – so geht die Abschaffung des Journalismus

  1. Stimmt alles, was Sie schreiben, aber es ist doch ein PR-Desaster. Kontraproduktiv, überflüssig, hätte man vermeiden können, müssen, sollen.

    Man muß doch den Idioten draußen nicht auch noch das Futter liefern, damit diese weiterhin pöbeln und vom Wesentlichen ablenken können..

    Ich verstehe das nicht, Varoufakis ist doch alles andere als ein Dummkopf.

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