Genscher – er nimmt eine tödliche Schuld mit ins Grab

Natürlich, über gerade Verstorbene ist nur Lobhudelei erlaubt. Das Schreckliche, das sie angerichtet haben ist gefälligst mit dem Mantel des Schweigens zu verdecken. Selbst der Linke (?) Gregor Gysi stilisiert Hans-Dietrich Genscher zum deutschen Helden.

Genschers Opfer können nicht mehr sprechen. Sie liegen – zum Teil in Massengräbern – in der zerbombten Erde dessen, was einst Jugoslawien war.

US-Präsident George Herbert Walker Bush, der Vater des George W., soll im Weißen Haus entsetzt ausgerufen haben: „Jetzt haben wir Krieg in Europa.“

Grund seines Entsetzens war die politisch größenwahnsinnig anmutende allein entschiedene und lautstark verkündete Entscheidung des deutschen Außenministers: Hans-Dietrich Genscher erklärte im Namen Deutschlands die Anerkennung des sich gerade von Jugoslawien abspaltenden Kroatien als souveränen Staat.

Die Folge waren Millionen Tote, ein blutiger Bombenkrieg inklusive „schmutziger“ mit radioaktiven Partikeln angereicherter Bomben.

Genug des Rückblicks. Jetzt wird dieser Mann mit einem Staatsakt beigesetzt. Und alle werden sagen: „Er war ein Großer Deutscher“.

 

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