Rohingya-Katastrophe: Deutschlands unsichtbare Schande

Alle  reden über das Elend der Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesh. Sie sind Moslems, rechtlos, ohne Staatsbürgerschaft in ihrem Heimatland Myanmar, zusammengeschossen und enteignet vom Militär des überwiegend buddhistischen Landes, nur nach internationalen Protesten von der heimlichen Regentin und Friedensnobelpreisträgerin, der jahrzehntelang weltweit gepriesenen Aung San Suu Kyi, überhaupt zur Kenntnis genommen, nachdem eine halbe Millionen verzweifelter Menschen schon aus ihrem Land geflüchtet war. Bangladesh, das „Freie Bengalen“ (deutsche Übersetzung), das erst seit 1971 unabhängig ist (vorher war es die pakistanische Exklave Ost-Pakistan, vom Mutterland getrennt durch indisches Territorium), nimmt täglich neue Flüchtlinge auf.

Bangladesh hat Mühe das eigene Volk zu ernähren, ist auf Hilfe für die Flüchtlinge aus Myanmar angewiesen.

Gerade wurde eine internationale Geberkonferenz beendet.

Aus Deutschland kam keine Zusage für irgendeine Hilfe. Begründung: Man habe ja bereits 5 Millionen Euro bereit gestellt. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post verdient pro Jahr 5, 2 Millionen.

Bundesfinanzminister Schäuble verbuchte im vergangenen Jahr eine Haushaltsüberschuss von 23,6 Milliarden Euro. Eine diese Milliarden hätte für mindestens fünf Jahre die schlimmste Not so weit gelindert, dass in Bangladesh keine Rohingya-Flüchtlingskinder mehr verhungert wären.

Diese Verweigerung der Bundesregierung bleibt weitgehend unbeachtet – übertüncht durch Spendenaufrufe an die Bürger, die bereits den Millarden-Haushaltüberschuss durch ihre Steuern bezahlt haben.

Die Schande Deutschlands, die Menschen – nicht nur in Bangladesh – verhungern zu lassen, wird auch nicht geringer, weil andere reiche Länder sich ebenso schandhaft verhalten. Böses wird nicht weniger Böse, wenn Viele Böses tun.

 

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