Menschenversuche mit Giftgas sind ein Verbrechen – und Verbrecher gehören vor Gericht

Jeder weiß, dass man Forschungsergebnisse für verschiedene Zwecke nutzen kann. Albert Einstein hat zu spät gemerkt, welchen Geistes Flasche die (zu einem guten Teil deutschen) Wissenschaftler mit der Erfindung der Atombombe geöffnet hatten.

Seine Warnungen wurden nicht mehr gehört, weil der Besitz der ultimativen Waffe viel wichtiger erschien als moralische Bedenken.

Und die Nazis wussten bereits, wie giftig Autoabgase waren. Sie nutzten sie, um in ihren Augen „lebensunwertes Leben“ zu vernichten. Kurz gesagt: Sie vergasten Behinderte, indem sie Abgase in Lastwagen und Busse leiteten.

Was wird wohl mit den Ergebnissen der Menschenversuche der EUGT  an der Technischen Hochschule in Aachen passieren. EUGT heißt „Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor“ und wird von VW, Mercedes und BMW und Bosch finanziert. Die Probanden waren natürlich Studenten, welcher Professor würde sich schon für ein paar Euro Giftgas aussetzen.

Der aufschreiber unterstellt ausdrücklich nicht, dass es bei diesen Versuchen um den Mord an Menschen ging. Es muss aber auch gesagt werden: Die Ergebnisse könnten für den Mord an Menschen eingesetzt werden. Und schon das macht diese Versuche zum Verbrechen.

Um zu erfahren, dass Auto- (Diesel-) Abgase giftig sind und zu schweren Atemwegserkrankungen führen, ist allgemein bekannt. Um darüber noch mehr zu erfahren, hätten die Aachener Professoren nur einen Betriebsausflug nach Peking machen müssen. Ihre chinesischen Kollegen hätten ihnen sicher erklärt, was die Deutschen angeblich noch nicht wussten.

Irgendein Professor hat aus  Versehen die Wahrheit gesagt: Die finanziell schlecht ausgestatteten Universitäten brauchen Sponsoren – und da macht man eben, was der Sponsor will.

Menschen? Mein Gott, es ist doch nichts passiert. Und wenn etwas passiert? Nun ein paar Kollateralschäden werden doch wohl kein Aufreger sein…

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