Wer hat uns verraten – Gewerkschaften und Sozialdemokraten

2014 war ich nach einem Unfall vier Wochen im Krankenhaus. In so einer langen Zeit kommt man auch mit dem Pflegepersonal ins Gespräch. Einhellige Kritik: Zu wenig Personal und zu wenig Geld.

Ich sprach mit zwei Krankenschwestern über Streik und Gewerkschaft. Das Ergebnis war ernüchternd. Der Tenor: Es ist doch hier nur jede/r Dritte in der Gewerkschaft – und bei den Tarifverhandlungen kommen doch immer nur lächerliche Beträge heraus.

Ver.di-Chef Bsirske  bekam heute das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro (nicht einmal, sondern auf Dauer), das war die Forderung. Das wären in drei Jahren 18 Prozent und mindestens 200 Euro im Monat, also in drei Jahren 7200 Euro gewesen.

Das worüber der ver.di-Chef und Arbeiterverräter Frank Bsirske nun so grinst und als Erfolg verkauft: Rund 7,5 Prozent verteilt auf drei Jahre anstelle der 6 Prozent, die einmal vereinbart ab sofort jeden Monat fällig wären. Und nun? Für diejenigen, die besonders schlecht bezahlt werden, einmal 250 Euro und dann wieder den Hungerlohn. Und nicht, wie gefordert, 200 Euro mehr im Monat, für immer, jeden Monat.

ver.di hat seine Mitglieder wieder belogen und betrogen. Und ganz vorneweg SPD-Mann und Gewerkschaftsboss Frank Bsirske.

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